Rebional Bio-Küche

(c) Kälte Eckert GmbH

Die Bauzeit für Deutschlands modernste Bio-Großküche betrug über ein Jahr, bevor sie 2013 in Betrieb genommen wurde. Die Investitionskosten beliefen sich auf gut 6,8 Millionen Euro. Seitdem werden am Firmensitz in Herdecke in Nordrhein-Westfalen täglich rund 5.000 Mahlzeiten in zertifizierter Bio-Qualität ausgeliefert. Die Abnehmer sind das örtliche Gemeinschaftskrankenhaus, umliegende Senioreneinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Betriebe für die Mitarbeiterverpflegung. Die Großküche beinhaltet unter anderem Büroräume, einen separaten Anlieferungs- und Kühlungsbereich, eine Produktionsküche und eine eigene Speisenverteilküche für das Gemeinschaftskrankenhaus.

Bei der Zubereitung der Speisen werden ausschließlich Bio-Lebensmittel verwendet. Der ökologische Gedanke ist ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie nach der Ressourcen und die Umwelt geschont werden sollen. So setzt man auf die Verwendung regionaler Produkte, auf artgerechte Tierhaltung und möglichst kurze Transportwege.

Umwelt- und klimafreundliche Firmenphilosophie

Vor  diesem Hintergrund legte man in der Firma Rebional bei diesem Projekt auch besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit der Kälteanlage und ließ sich dazu von der Kälte Eckert GmbH beraten. Gemeinsam entstand die Vision eine klimafreundliche und besonders energieeffiziente Kälteanlage umzusetzen. Konsequenterweise entschied man sich ebenfalls dazu, ausschließlich auf natürliche Kältemittel zu setzen. Diese schädigen weder die Ozonschicht, noch tragen sie zum Treibhauseffekt bei. So arbeitet die Normalkühlung 177,9 kW mit Ammoniak als Kältemittel im Primär- und mit Sole in Sekundärkreislauf. Die Tiefkühlung 12,3 KW wurde als Direktverdampfung (-35 °C) mit Kohlendioxid als Kältemittel realisiert. Beide Anlagen wurden nach der BAFA-Förderlichtlinie gebaut und entsprechend vom Staat unterstützt.

Beeindruckende Bilanz

Das Ergebnis des Projekts mit einem Investitionsvolumen von circa 700.000 Euro bestätigt die Firma Rebional in ihrem umweltfreundlichen Kurs. Denn in der Energiebilanz benötigt die klimafreundliche Kälteanlage 353.900 kWh pro Jahr und damit gut 70.000 Kilowattstunden weniger elektrischer Energie als eine marktübliche HFKW-Anlage. Dies liegt einerseits an den hervorragenden thermodynamischen Eigenschaften der beiden Kältemittel NH3 und CO2 sowie am Aufbau der Anlage als überfluteter Flüssigkeitskühlsatz in Verbindung mit einer subkritischen CO2-Direktverdampfungsanlage. Die Verflüssigung des Kältemittels der CO2-Anlage wird dabei durch einen solegekühlten Plattenwärmeübertrager realisiert, wobei die Sole aus dem Sekundärkreislauf des NH3-Flüssigkeitskühlsatzes abgegriffen wird. Der COP-Wert der Kälteanlage beträgt 3,39. 

(c) Kälte Eckert GmbH

Weiter gesteigert wird die Effizienz der Anlage durch die Nutzung der Kondensationswärme der Normalkälteanlage (50,7 kW),  für die Brauchwassererwärmung. Wird die Brauchwassererwärmung in die Berechnung des COP mit einbezogen, so steigt dieser auf 4,29. Zusätzlich wurde eine Lüftungsanlage mit 85 Prozent Wärmerückgewinnung und bedarfsgerechter Luftmengenregelung installiert.

Volle Kontrolle dank Monitoring

Die Anlage verfügt über ein umfangreiches Monitoring. Mit dessen Hilfe wird die Anlage in Abhängigkeit von Temperatur- und Trendkurven immer optimal gesteuert. Störungen und Fehlfunktionen werden danke des Monitorings ebenfalls frühzeitig angezeigt, wodurch die Anlage besonders wartungsfreundlich ist.  Eine Option zur Fernüberwachung der Anlage hilft die Wartungs- und Servicekosten zu senken.