Discounter-Kette ALDI SÜD

(c) ALDI SÜD

Egal ob für frische Milch, Tiefkühlpizza oder Eis – moderne Kühlregale und Tiefkühltruhen sind fester Bestandteil der ALDI SÜD Filialen. 

Um bei der Kühlung den Einsatz schädlicher F-Gase zu verhindern, rüstet ALDI SÜD seine Filialen mit Kälteanlagen aus, die das natürliche Kältemittel Kohlenstoffdioxid (CO2 bzw. R-744) nutzen. CO2 ist um ein vielfaches weniger klimaschädlich als die meisten anderen Kältemittel und praktisch unbegrenzt verfügbar.

Die jährlichen Energieeinsparungen von R-744-Kälteanlagen gegenüber den klimaschädlichen R-404A-Anlagen belaufen sich im Durchschnitt bei vergleichbaren Kühlregallängen auf 17.135 Kilowattstunden pro Filiale. Beim Vergleich von R-744-Kälteanlagen mit den ebenfalls klimaschädlichen R-134a-Anlagen spart eine Filiale 4.368 Kilowattstunden im Jahr. 

Große Mengen CO2-Äquivalente wurden eingespart

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Im Frühjahr 2019 waren bereits rund 80 Prozent der 1910 ALDI SÜD Filialen mit CO2-Anlagen ausgestattet. „Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres haben wir insgesamt 28 CO2-Anlagen installiert“, berichtet Jens Straßburg, der den Bereich Kältetechnik verantwortet. Im Jahr 2018 hat ALDI SÜD insgesamt 212 neue CO2-Anlagen errichtet. Damit konnte das Treibhauspotenzial der Kältemittelfüllungen der Kälteanlagen in 2018 um circa 50.000 Tonnen CO2-Äquivalenten gesenkt werden. „Von 2015 bis heute sind es sogar über 330.000 Tonnen CO2-Äquivalente“, merkt Jens Straßburg an.

Monitoring ist wichtig

Neben dem verwendeten Kältemittel wird in den ALDI SÜD Filialen auch auf einen sparsamen Betrieb der Kälteanlagen und Kühlmöbel geachtet. Die kontinuierliche Überwachung und Wartung der Kühlgeräte sind dabei wichtige Bausteine. „Um die Leckage-Mengen zu kontrollieren, arbeiten wir mit zwei sich ergänzenden Monitoringsystemen. Leckagen und Havarien der Anlagen werden erfasst und im so genannten Leckage-Ranking monatlich ausgewertet“, erläutert Jens Straßburg. Kritische Abweichungen meldet dieses Monitoring-System und stellt alle Daten für die relevanten Parteien zur Verfügung, sodass kurzfristig Maßnahmen eingeleitet werden können.

Aufgrund der umweltfreundlichen Kältetechnik hat die gemeinnützige britische Organisation „Environmental Investigation Agency“ ALDI SÜD wiederholt als „Green Cooling Leader“ ausgezeichnet.

Weitere Referenzanlagen

  • In diesem tegut-Markt sorgt eine umweltfreundliche Integralanlage für die Kälteversorgung und auch für die Beheizung und Klimatisierung.
  • Dieses EDEKA-Center nutzt bei der Kälteerzeugung anfallende Wärme zum Heizen und klimatisiert mithilfe eines Eisspeichers.
  • Lidl Deutschland verwendet die Abwärme der Kühlmöbel zum Heizen und Klimatisieren und kommt dabei größtenteils mit natürlichen Kältemitteln aus.