Glossar

B

Basisförderung

Das Förderprogramm ist ein Baustein der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ und soll dazu beitragen, dass Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent senkt. Mit dem Programm werden die Neuerrichtung sowie die Voll- und Teilsanierung von Kälte- und Klimaanlagen gefördert.

Mehr zur Basisförderung im Artikel „Geld vom Staat: Förderung von Kälte-Klimaanlagen

Bonusförderungen

In der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen ist geregelt, dass zusätzlich zur Basisförderung eine Bonusförderung erteilt werden kann. Diese bezieht sich vorrangig auf Wärmespeicher, Wärmepumpen, Kältespeicher und Freikühler.

Mehr zur Bonusförderung im Artikel „Geld vom Staat: Förderung von Kälte-Klimaanlagen

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz ist ein Bundesgesetz, das vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Emissionen schützen, beziehungsweise diese mindern und dem Entstehen von Emissionen vorbeugen soll. Im Rahmen der Klima- und Kältetechnik ist die Verordnung beispielsweise bei der Befüllung von Anlagen relevant. Bei großen Füllmengen kann beispielsweise eine behördliche Genehmigung gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes erforderlich sein. Die Umsetzung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes wird durch die Bundes-Immissionsschutzverordnungen geregelt.

C

Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV)

Ergänzend zur EU-F-Gas-Verordnung und weiteren EU-Regelungen zu fluorierten Treibhausgasen enthält die Chemikalien-Klimaschutzverordnung chemikalien- und abfallrechtliche Regelungen sowie konkrete Sachkunde- und Zertifizierungsvorschriften zur EU-Verordnung. So regelt die Verordnung zum Beispiel die Zertifizierung des Wartungspersonals oder Grenzwerte für spezifische Kältemittelverluste aus stationären Kälte- und Klimaanlagen.

CO2-Äquivalent

Nicht nur der Ausstoß von CO2 ist für den Treibhauseffekt verantwortlich, auch andere Gase, darunter viele halogenierte Kältemittel, wirken schädlich auf unser Klima. Um die Klimaschädlichkeit eines Treibhausgases aussagekräftig abbilden zu können, wird sie in CO2-Äquivalenten (CO2eq) angegeben. Das CO2-Äquivalent ist also eine Normierungsgröße zur besseren Vergleichbarkeit unterschiedlicher Treibhauspotentiale (GWP). Da (fast) alle GWPs größer sind als das von CO2, zeigt diese Angabe schlussendlich auf, der wieviel-fachen Menge CO2 eine bestimmte Menge eines Gases entspricht.

COP

Die Abkürzung COP steht für den englischen Begriff „Coefficient of Performance“. Er beschreibt das Verhältnis zwischen der Wärmeleistung (in kW) und dem Stromverbrauch des Wärmepumpen-Aggregats. Im Deutschen wird hierfür auch der Begriff „Leistungszahl“ (kurz: LZ) verwendet. COP-Werte zwischen 3 und 5 gelten dabei als gut, Wärmepumpen mit einem COP-Wert von unter 2 sind in der Regel unwirtschaftlich.

E

EU-F-Gas-Verordnung

Die EU-F-Gas-Verordnung (offizielle Bezeichnung: „Verordnung (EU) Nr. 517/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über fluorierte Treibhausgase und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 842/2006“), hat den Zweck, die Emissionen von F-Gasen durch den Industriesektor bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Die Verordnung besteht im Wesentlichen aus drei Bestandteilen: Das sogenannte Phase down, dass die schrittweise Beschränkung der am Markt verfügbaren Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) regelt. Dann die Verwendungs- und Inverkehrbringungsverbote für bestimmte Stoffe und Anwendungen. Und schließlich die Betreiberpflichten, die unter anderem die Pflicht zu Dichtheitskontrollen, Aufzeichnungs- oder Rückgewinnungspflichten regeln.

Energieberatung im Mittelstand

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie trägt zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung bei. Das Programm übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten einer qualifizierten Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen. Im Rahmen der Beratung sollen Einsparpotentiale und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Unternehmen ermittelt werden.

F

FCKW

Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) sind halogenierte organische Verbindungen, die als Treibgase, Kältemittel oder Lösemittel verwendet werden. In den 1970er und 1980er Jahren stellte man fest, dass die Freisetzung von FCKW und anderen ozonschichtschädigenden Stoffen in die Atmosphäre einen erheblichen Einfluss auf den Abbau der Ozonschicht in der Stratosphäre hat. Deshalb ist mit 1987 von der internationalen Staatengemeinschaft verabschiedeten Montrealer Protokoll der Einsatz von FCKW heute in vielen Anwendungsbereichen verboten.

Förderrechner

Der Förderrechner bietet Antragstellern eine Hilfestellung für die Berechnung einer möglichen Basis- und Bonusförderung für Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen. Die Ergebnisse sind unverbindlich.

F-Gase

Fluorierte Treibhausgase werden unter dem Sammelbegriff „F-Gase“ zusammengefasst. Es handelt sich hierbei um die Stoffgruppen HFKW (teilfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe), FKW (Fluorkohlenwasserstoffe), SF6 (Schwefelhexafluorid) und NF3 (Stickstofftrifluorid). Diese Gase tragen zum Treibhauseffekt bei, zersetzen sich häufig nur sehr langsam und setzen dabei umweltgefährdende Abbauprodukte frei. F-Gase kommen in Kälte- und Klimaanlagen oder Wärmepumpen als Kältemittel zum Einsatz.

G

GWP

Die Abkürzung steht für die englischsprachige Bezeichnung „Global Warming Potential“ (Treibhauspotential). Der Wert gibt an, um das wieviel-fache eine bestimmte Menge eines Treibhausgases über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel bezogen auf 100 Jahre) im Vergleich zur gleichen Menge CO2 zum Treibhauseffekt beiträgt. Ein Beispiel: Methan hat einen GWP100 von 28: Das bedeutet, ein Kilogramm Methan trägt in den ersten 100 Jahre nach seiner Freisetzung 28-mal so stark zum Treibhauseffekt beiträgt wie ein Kilogramm CO2.

Mehr zum GWP im Artikel „Emissionen fluorierter Treibhausgase

K

Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen ist ein globales Klimaschutzabkommen, das von 197 Vertragsparteien ratifiziert wurde. Es gilt als völkerrechtliche Basis für globalen Klimaschutz. Das Ziel der Konvention ist die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau, bei dem eine gefährliche vom Menschen verursachte Störung des Klimasystems verhindert wird.

N

Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) soll dazu beitragen, den Primärenergieverbrauch in Deutschland von 2008 bis 2050 zu halbieren. Dazu sollen Einsparpotentiale erschlossen und Ressourcen eingespart werden. Teil des NAPE ist zudem eine Förderung von Wärmerückgewinnungs- und Abwärmenutzungsmaßnahmen.

Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)

Auf nationaler Ebene fördert das Bundesumweltministerium durch verschiedene Programme und Projekte wirksame Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen der sogenannten „Nationalen Klimaschutzinitiative“ (NKI). Sie richtet sich an Kommunen, Wirtschaft, Verbraucher und Schulen sowie Bildungseinrichtungen. Die Programme beinhalten zum Beispiel die Förderung von hocheffizienten, kleinen Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (Mini-KWK) sowie gewerblichen Kälte- und Klimaanlagen.

O

ODP

Der Begriff „Ozone Depleting Potential“, kurz ODP, wird als „Ozonabbaupotential" ins Deutsche übersetzt. Es handelt sich dabei um eine Maßzahl, die das Potential eines Stoffes angibt, die Ozonschicht abzubauen. Als Normierungsgröße wurde das ODP für die Substanz Trichlorfluormethan (R11) auf den Wert 1 festgelegt. Anhand des entsprechenden ODP-Wertes ist somit das ozonabbauende Potential einer Substanz im Verhältnis zu R11 ablesbar. Natürliche Kältemittel haben einen OPD-Wert von 0 und damit keine Auswirkung auf den Abbau der Ozonschicht.

P

Phase down

Als ein zentraler Teil der EU-F-Gas-Verordnung regelt das sogenannte Phase down, wie die am Markt verfügbaren Mengen der als Kältemittel verwendeten, klimaschädlichen F-Gase schrittweise begrenzt werden.

Zum ausführlichen Artikel „Phase down

T

Treibhauseffekt

Unsere Atmosphäre enthält Gase, die kurzwellige Sonnenstrahlung zum großen Teil durchlässt, Wärmestrahlung aber reflektiert. Dadurch erwärmt sich dieses System so, wie man es auch vom Funktionsprinzip eines Treibhauses kennt. Der Treibhauseffekt ist ein natürlicher Vorgang. Neben dem natürlichen Treibhauseffekt gibt es auch den durch Menschen verursachten Treibhauseffekt, da wir seit Beginn des Industriezeitalters große Mengen zusätzlicher Treibhausgase emittieren und damit den natürlichen Treibhauseffekt verstärken.

Mehr Informationen im Artikel „Emissionen fluorierter Treibhausgase“.

Treibhausgase

Treibhausgase tragen maßgeblich sowohl zum natürlichen, wie auch zum vom Menschen gemachten Treibhauseffekt bei. Zu den Treibhausgasen zählen laut Kyoto-Protokoll Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O), sowie die F-Gase.