Hauswärmepumpen

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Wärmepumpen gewinnen zunehmend an Bedeutung bei der Wärmeversorgung von Gebäuden, in der Warmwasserbereitung und im Gewerbe. Dabei gelten Wärmepumpen wegen ihrer thermodynamischen Eigenschaften als sehr energieeffizient. Werden Wärmepumpen mit halogenfreien Kältemitteln betrieben, gelten sie zudem als umwelt­freundlich. Im Vergleich zu den konventionellen Öl- oder Gasheizungen emittieren Wärmepumpen im Durchschnitt wesentlich weniger CO2 und geben auch keine Abgase an die unmittelbare Umgebung ab. Zudem können sie – je nach Modell – nicht nur als Heizung fungieren, sondern beispielsweise auch kühlen oder zur Warmwasserbereitung verwendet werden.

Kritiker bemängeln, dass die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen, vor allem bei Altbauten, umstritten ist. Auch die Anfangsinvestition ist vergleichsweise hoch.

Funktionsweise von Wärmepumpen: Wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt

Wärmepumpen funktionieren unabhängig von den verschiedenen Varianten immer nach demselben Prinzip – nämlich wie ein Kühlschrank - nur wird die warme und nicht die kalte Seite genutzt. Auch Wärmepumpen funktionieren nach dem Grundprinzip, bei dem ein thermodynamischer Kreislaufprozess einem Raum oder einer Umgebung Kälte entzieht. 

Die meisten Wärmepumpen verbrauchen elektrische Energie, um den Verdichter (bzw. dessen Motor) anzutreiben. Eine Heizungsanlage sollte immer optimal eingestellt sein und die elektrische Antriebsenergie sollte möglichst aus regenerativen Quellen stammen. Alternativ gibt es – wenn auch nur wenige – gasbetriebene Hauswärmepumpen. 

Wärmepumpen – immer beliebter!

Obwohl die Preise für Heizöl einerseits sehr niedrig und die Strompreise vergleichsweise hoch sind, meldet der Bundesverband Wärmepumpe für das Jahr 2016 fast 17 Prozent Marktwachstum für Wärmepumpen. Ein klares Signal für die Vorteile der Technologie. So wird heute schon in jedem dritten neugebauten Wohngebäude eine Wärmepumpe verbaut. Beim Gebäudebestand liegt der Marktanteil noch bei unter fünf Prozent.

Wärmepumpen und die F-Gas-Verordnung

Im Rahmen der F-Gas-Verordnung gibt es keine besonderen Verbote für Wärmepumpen. Sie können daher im Prinzip auch mit den klimaschädlichen fluorierten Treibhausgasen betrieben werden. Allerdings sind auch die in Wärmepumpen verwendeten F-Gase vom Phase down betroffen. Wegen der schrittweisen Verknappung der Menge an fluorierten Kältemitteln und der damit einhergehenden Preissteigerung sollten Sie sich als Betreiber einer Wärmepumpe unbedingt mit der Thematik beschäftigen. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Ihre Wärmepumpe fluorierte Kältemittel enthält, ist hoch. Denn nur etwa fünf Prozent der auf dem deutschen Markt verfügbaren Hauswärmepumpen enthalten ein halogenfreies Kältemittel (Stand 2015). Um bei Neugeräten auf der sicheren Seite zu sein, ist es unbedingt sinnvoll, hier auf nicht-halogenierte Kältemittel zu setzen.

Für Betreiber von Wärmepumpen können auch die Vorschriften zu Dichtheitskontrollen gelten. Diese werden relevant, wenn eine Wärmepumpe mit mindestens 5 Tonnen [t] CO2-Äquivalente fluorierte Treibhausgase befüllt wurde (10 t CO2-Äquivalente im Falle hermetisch geschlossener Einrichtungen).  Auch die Führung  von Aufzeichnungen kann erforderlich sein, wenn die Füllmenge entsprechend groß ist.

Fördermöglichkeiten für Hauswärmepumpen

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich für eine Wärmepumpe zu entscheiden, dann sollten Sie unbedingt die Liste der förderfähigen Wärmepumpen zum Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kennen.